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© Johanna Baschke

Frank Martin Widmaier

Nach ersten Regiearbeiten als Jugendlicher in seiner Heimatstadt Sindelfingen begründete er mit seiner Theatergruppe den Jugendklub Kritisches Theater am Staatsschauspiel Stuttgart. Während seiner Studienzeit trat er weltweit bei Konzerten sowie bei Opern der Ludwigsburger Festspiele auf.

Nach dem Studium der Evangelischen Theologie, Musikwissenschaft und Germanistik war er u. a. Regieassistent bei August Everding, Meisterschüler der Regisseurin Ruth Berghaus und Regieassistent an der Berliner Staatsoper „Unter den Linden“, wo er auch ein Jugendopernprojekt konzipierte, leitete und inszenierte. Weitere Engagements führten ihn an das Berliner Ensemble und die Oper Frankfurt als Künstlerischer Produktionsleiter sowie als Künstlerischer Betriebsdirektor und stellvertretender Intendant ans Staatstheater am Gärtnerplatz München und ans Theater Dortmund. Inszenierungen von ihm waren u. a. „Rigoletto“ in Freiburg, „Fidelio“ in Monte Carlo, „Die Zauberflöte“ in München und Wagners „Parsifal“ in Münster. 2015 gründete und leitete er die Biennale Sindelfingen als partizipatives Kulturfestival. Ein Lehrauftrag für Theatermanagement an der Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar im Masterstudiengang rundet sein Profil ab.

Ab März 2019 war er Künstlerischer Leiter des Brandenburger Theaters, wo er u. a. die Uraufführung von „Grete Minde“, das Musical „Mein Freund Bunbury“, den Schauspielmonolog „Judas“, Mozarts „Bastien und Bastienne“, Webbers „Jesus Christ Superstar“, Donizettis „Der Liebestrank“ sowie Humperdincks „Hänsel und Gretel“ inszenierte.

Seit Beginn der Spielzeit 2025/26 ist er Intendant und Geschäftsführer des Theaters Eisleben. Hier inszenierte er u. a. die Uraufführungen von „Romeo und Julia an der Jukebox“ und „Münchhausen – das MusiKal“ sowie das Musical „Cabaret“, dessen energiegeladene Inszenierung von Kritikern als potenzieller Kult gefeiert wurde.