TC Shushu präsentiert: DER WAR'S
Ein Stück von Ulrike Lenz
frei nach dem gleichnamigen Roman von Juli Zeh und Elisa Hoven
Uraufführung
Große Aufregung herrscht in der Klasse 6a, denn schon wieder wurde das Supersandwich von Marie gestohlen. Nicht nur Supergirl Marie ist wütend, auch die komplette Girlygang und der coole Torben, der sich, weil sein Vater ja Polizist ist, und er weiß, wie man ermittelt, zum Möchtegerndetektiv aufschwingt, sind empört. Konrad, freundlich und schüchtern, hat seinen ersten Schultag, der sich noch viel schlimmer gestaltet, als er sich in seinen (Angst)Träumen ausgemalt hat. Wenige Brotkrümel auf seinem Pullover machen ihn zum Verdächtigen. Bis auf Mika, den seine Schlauheit – er wird als Streber beschimpft - zum Außenseiter macht, sind sich alle einig: Der Neue war´s. Er ist der Dieb! Konrad wird verdächtigt, zur Rede gestellt, beschimpft und mit Smartphones & Co werden Gerüchte gestreut. Als falsche Behauptungen und Beleidigungen in massive körperliche Gewalt umschlagen, setzen Mika und Marie das Stoppzeichen. „Verprügeln geht gar nicht!“ schreit Marie. Nun kommt ein Stein ins Rollen und die Schüler überlegen gemeinsam, wie sie Konrads Schuld (oder Unschuld) wirklich beweisen können. Sie diskutieren dabei unterschiedliche Strategien wie Abstimmen, durch Münzwurf den Zufall entscheiden lassen, aber auch antike Methoden wie das Orakel zu befragen. Es ist dann wieder der kluge Mika, der die Klasse überzeugt, eine Gerichtsverhandlung durchzuführen. Nun heißt es für die 6a, alles zu den Themen „Recht, Strafprozessordnung, Anklage, Zeugen, Anwalt“ herauszufinden. Die auf dem Schulhof abgehaltene „Gerichtsverhandlung“, führt zu Konrads Entlastung. So wird gezeigt, wie irreführend, ungerecht und gefährlich Selbstjustiz sein kann und welcher Schaden angerichtet wird, wenn nicht gründlich recherchiert und untersucht wird und Vorurteile ans Ruder geraten.
Das Stück vermittelt Kindern ab acht Jahren auf unterhaltsame und spannende Weise eine Menge Wissen über Strafverfolgung, Ermittlung und ein Strafverfahren und ist ein Plädoyer gegen Vorurteile und Ausgrenzung und ein Appell, sich gegen Mobbing aller Art zur Wehr zu setzen.
Der im Jahr 2023 im Carlsen Verlag Hamburg erschienene Kinderroman der beiden Autorinnen Juli Zeh und Elisa Hoven, die gleichzeitig beide Juristinnen sind, kommt am Theater Eisleben in der Stückfassung von Ulrike Lenz zur Uraufführung.
Fünfzehn Kinder vom TheaterKinderClub zwischen acht und dreizehn Jahren haben in den vergangenen neun Monaten an ihrer Inszenierung gearbeitet. Jede Menge eigene Mobbingerfahrungen der Beteiligten sind in die Arbeit eingeflossen.
Premiere ist am Mittwoch, dem 20. Mai um 17 Uhr auf der Foyerbühne des Theaters Eisleben. Für die Vorstellung am 21. Mai um 16.00 Uhr gibt es noch Restkarten an der Abendkasse. Zwei weitere Schulvorstellungen am 21. Mai und 22. Mai um 10.00 Uhr sind bereits ausverkauft.
Regie/Ausstattung: Ulrike Lenz
Es spielen: Janiela Ali, Nala Czetö, Asal Mahmat, Elli Marie Schmidtke, Nina Simonen, Sina Spicker, Jette Florentine Thurm, Mia Wascholowski, Emma Wischalla, Ruben Germei, Bennet Rühle, Konrad Sperl, Linus Waack, Oscar Weise, Nick Vondran
Diese Vorstellung liegt in der Vergangenheit
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