Marko Martin - "Freiheitsaufgaben"

Foyerbühne
Gastspiel
Foto: Anke Illing

mit anschließender Publikumsdiskussion

Gewinner Werner-Schulz-Preis 2026, Reiner-Kunze Preis 2025, Ovid Preis 2025

35 Jahre nach der deutschen Einheit steht die Demokratie unter Druck: Rechtsruck im Osten, Verzagtheit im Westen, Erschöpfung überall. In seinem neuen Buch und Vortrag fragt der Schriftsteller Marko Martin, ob wir bereit sind, uns den Freiheitsaufgaben der Gegenwart zu stellen – oder ob wir unsere Freiheit schleichend preisgeben. Ausgehend von der viel diskutierten Rede, die er im November 2024 vor Frank-Walter Steinmeier hielt, blickt Martin über innerdeutsche Debatten hinaus und bezieht sich auf große europäische Denker wie Manès Sperber und André Glucksmann. Als gebürtiger Sachse, der noch vor dem Mauerfall ausreiste, ist Marko Martin in Ost und West sozialisiert. Diese doppelte Perspektive erlaubt ihm einen selten klaren Blick auf Ausreden, Selbstgerechtigkeiten und die bequeme Versuchung der Mutlosigkeit. Freiheit, so erinnert er uns, ist kein Garant für Glück, sondern bedeutet Verantwortung – eine aktive, oft unbequeme Haltung. Oder, mit Sperber gesprochen: die kategorische Ablehnung der Mutlosigkeit. Klug, welthaltig und nicht ohne Heiterkeit ist dieses Buch ein leidenschaftlicher Appell gegen autoritäre Lockrufe und für eine wache, gelebte Freiheit. Anne Applebaum nennt Marko Martin einen „wahren Humanisten“. Ein Abend, der dazu einlädt, über innere Haltungen und gesellschaftliche Rollen neu nachzudenken – und darüber, wie Freiheit verteidigt werden will.

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