Kino im Theater: Spur der Steine
Ein Blick zurück und zwei nach vorn – Mit DEFA-Filmen auf Spurensuche
Werner Horrath, Parteisekretär der Großbaustelle Schkona muss sich vor der Parteileitung wegen unmoralischen Verhaltens und politisch-ideologischen Versagens verantworten. - Ein Jahr zuvor: Horrath kommt als neuer Parteisekretär auf die Baustelle, zur gleichen Zeit wie die junge Ingenieurin Kati Klee. Beide stoßen auf den Widerstand Hannes Ballas. Er ist der ungekrönte König der Baustelle, seine Brigade steht hinter ihm wie ein Mann. Alle sind sie ausgezeichnete Arbeiter und können sich auf Balla verlassen. Was die Bauleitung vermasselt, rückt er auf seine anarchistische Weise wieder gerade. Das zahlt sich aus - in den Lohntüten der "Ballas" wie für den gesamten Bau. Die Fähigkeiten Ballas erkennend, versuchen Horrath und Kati, ihn zur Zusammenarbeit zu bewegen, wobei der Parteisekretär Mut zeigt und vor unkonventionellen Mitteln nicht zurückschreckt. Balla imponiert das, die drei werden ein gutes Team, das dem Chaos auf der Baustelle zu Leibe rückt. Kati liebt und verehrt Horrath, doch dieser ist verheiratet und hat ein Kind. Er liebt beide Frauen und kann sich nicht entscheiden. Damit gerät er nicht nur in einen persönlichen Konflikt, sondern kollidiert mit den Parteiprinzipien.
(Quelle: Das zweite Leben der Filmstadt Babelsberg. DEFA-Spielfilme 1946-1992)
Weitere Details zum Film finden Sie hier in der Datenbank der DEFA-Stiftung.
Unser Gastronom Manuel Wirth bereitet für die Kino-Abende eine besondere kulinarische Begleitung zu. Eine Vorbestellung des Essens beim Gastronomen ist notwendig.
Zur Filmreihe:
Erinnerung an vergangene Zeiten hilft uns, in der Gegenwart neue Handlungsspielräume zu eröffnen. Denn die Auseinandersetzung mit dem Vergangenen lässt den Sinn des Heutigen besser verstehen. Doch unser subjektives Wissen um das Früher ist durch spätere Erfahrung vielfach gebrochen. Von daher erscheint es oftmals ausgesprochen erhellend und anregend, sich mit originalen Zeugnissen erinnerter Zeit zu befassen.
Dafür bilden mit Blick auf das Leben in der DDR seinerzeitige DEFA-Spielfilme einen guten Anknüpfungspunkt. Die Filmemacher versuchten, in ihren Geschichten Ausschnitte des gesellschaftlichen Lebens authentisch darzustellen und über Fiktion eine neue, oft auch kritische und spannungsreiche Dimension gegenüber der Realität zu schaffen. Dabei konnten nicht alle Themen angesprochen werden. Doch bei dem, was gezeigt wurde, sollte das Publikum sagen: Ja, so kann es tatsächlich gewesen sein.
Die Filmreihe ist eine Form, mit der das Theater Eisleben unter der Moderation des Filmpublizisten Klaus-Dieter Felsmann den gedanklichen Austausch mit seinem Publikum über Vergangenes, Gegenwärtiges und Zukünftiges sucht.
Weitere Kinotermine in dieser Spielzeit:
Do, 16.10.2025 „Bankett für Achilles“, Re: Roland Gräf (1975)
Do, 20.11.2025 „Für die Liebe noch zu mager?“, Re: Bernhard Stephan (1973)
Do, 18.12.2025 „Das kalte Herz“, Re. Paul Verhoeven (1950)
Do, 12.02.2026 „Die Fahne von Kriwoj Rog“, Re. Kurt Maetzig (1967)
Do, 19.03.2026 „Dach überm Kopf“, Re: Ulrich Thein (1980)
Do, 16.04.2026 „Der geteilte Himmel“, Re. Konrad Wolf (1964)
Do, 21.05.2026 „Zwei schräge Vögel“, Re: Erwin Stranka (1989)
Mit Einführungen von Klaus-Dieter Felsmann
Diese Vorstellung liegt in der Vergangenheit
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