Kino im Theater: Die Fahne von Kriwoj Rog

Große Bühne
Sondertermine

Ein Blick zurück und zwei nach vorn – Mit DEFA-Filmen auf Spurensuche

Am 21. April 1929 findet auf dem Marktplatz der kleinen Bergarbeiterstadt Gerbstedt im Mansfelder Kupferrevier die feierliche Übergabe einer Fahne statt. Ein Solidaritätsgeschenk der Bergleute aus Kriwoj Rog an ihre Klassenbrüder. Der Häuer Otto Brosowski, Funktionär der KPD, nimmt sie in seine Obhut, und sie fehlt bei keiner Demonstration der Arbeiter - bis zur Machtergreifung der Nazis. Diese erkennen die Gefahr, die von der Symbolkraft der Fahne ausgeht, und wollen sie in ihre Hände bekommen. Doch keine Verfolgung, Folter und Haft kann die Bergleute, ihre Familien und Verbündeten dazu bringen, die Fahne "auszuliefern". Brosowski hatte geschworen, sie in ein sozialistisches Deutschland zu tragen. Im Juli 1945 verlassen die Amerikaner das Mansfelder Gebiet, und die Truppen der Roten Armee marschieren ein - Gerbstedter Genossen ziehen ihnen mit der Fahne aus Kriwoj Rog entgegen.

(Quelle: Das zweite Leben der Filmstadt Babelsberg. DEFA-Spielfilme 1946-1992)

Weitere Details zum Film finden Sie hier in der Datenbank der DEFA-Stiftung.

Den Trailer zum Film finden Sie unter: https://www.videobuster.de/trailer/28949/die-fahne-von-kriwoj-rog-trailer

Unser Gastronom Manuel Wirth bereitet für die Kino-Abende eine besondere kulinarische Begleitung zu. Eine Vorbestellung des Essens beim Gastronomen ist notwendig.

Zur Filmreihe:

Erinnerung an vergangene Zeiten hilft uns, in der Gegenwart neue Handlungsspielräume zu eröffnen. Denn die Auseinandersetzung mit dem Vergangenen lässt den Sinn des Heutigen besser verstehen. Doch unser subjektives Wissen um das Früher ist durch spätere Erfahrung vielfach gebrochen. Von daher erscheint es oftmals ausgesprochen erhellend und anregend, sich mit originalen Zeugnissen erinnerter Zeit zu befassen.

Dafür bilden mit Blick auf das Leben in der DDR seinerzeitige DEFA-Spielfilme einen guten Anknüpfungspunkt. Die Filmemacher versuchten, in ihren Geschichten Ausschnitte des gesellschaftlichen Lebens authentisch darzustellen und über Fiktion eine neue, oft auch kritische und spannungsreiche Dimension gegenüber der Realität zu schaffen. Dabei konnten nicht alle Themen angesprochen werden. Doch bei dem, was gezeigt wurde, sollte das Publikum sagen: Ja, so kann es tatsächlich gewesen sein.

Die Filmreihe ist eine Form, mit der das Theater Eisleben unter der Moderation des Filmpublizisten Klaus-Dieter Felsmann den gedanklichen Austausch mit seinem Publikum über Vergangenes, Gegenwärtiges und Zukünftiges sucht.

Weitere Kinotermine in dieser Spielzeit:

Do, 16.10.2025 „Bankett für Achilles“, Re: Roland Gräf (1975)
Do, 20.11.2025 „Für die Liebe noch zu mager?“, Re: Bernhard Stephan (1973)
Do. 18.12.2025 „Das kalte Herz“. Re: Paul Verhoeven (1950)
Do, 15.01.2026 „Spur der Steine“, Re. Frank Beyer (1966)
Do, 19.03.2026 „Dach überm Kopf“, Re: Ulrich Thein (1980)
Do, 16.04.2026 „Der geteilte Himmel“, Re. Konrad Wolf (1964)
Do, 21.05.2026 „Zwei schräge Vögel“, Re: Erwin Stranka (1989)

Mit Einführungen von Klaus-Dieter Felsmann

Foto: Jürgen Hoeftmann, Waltraut Pathenheimer
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