Kino im Theater: Der geteilte Himmel
Ein Blick zurück und zwei nach vorn – Mit DEFA-Filmen auf Spurensuche
DDR 1961 – kurz vor dem Mauerbau. Rita erholt sich in ihrem Heimatdorf von einem Zusammenbruch und reflektiert die Geschehnisse der vergangenen Jahre. Sie verliebte sich in den zehn Jahre älteren Chemiker Manfred, der sie förderte und mit ihr in die Stadt zog. Doch in der Beziehung entstanden Risse. Beide wurden unterschiedlich sozialisiert. Sein bürgerliches Elternhaus konnte Manfred nicht akzeptieren. Auch bei der Arbeit bekam er Probleme. Rita fühlte sich indes bei einem Praktikum in einem Waggonbau-Betrieb sehr wohl. Als ein von Manfred entwickeltes chemisches Verfahren ohne Begründung abgelehnt wurde, traf er einen weitreichenden Entschluss.
Weitere Details zum Film finden Sie hier in der Datenbank der DEFA-Stiftung.
Unser Gastronom Manuel Wirth bereitet für die Kino-Abende eine besondere kulinarische Begleitung zu. Eine Vorbestellung des Essens beim Gastronomen ist notwendig.
Zur Filmreihe:
Erinnerung an vergangene Zeiten hilft uns, in der Gegenwart neue Handlungsspielräume zu eröffnen. Denn die Auseinandersetzung mit dem Vergangenen lässt den Sinn des Heutigen besser verstehen. Doch unser subjektives Wissen um das Früher ist durch spätere Erfahrung vielfach gebrochen. Von daher erscheint es oftmals ausgesprochen erhellend und anregend, sich mit originalen Zeugnissen erinnerter Zeit zu befassen.
Dafür bilden mit Blick auf das Leben in der DDR seinerzeitige DEFA-Spielfilme einen guten Anknüpfungspunkt. Die Filmemacher versuchten, in ihren Geschichten Ausschnitte des gesellschaftlichen Lebens authentisch darzustellen und über Fiktion eine neue, oft auch kritische und spannungsreiche Dimension gegenüber der Realität zu schaffen. Dabei konnten nicht alle Themen angesprochen werden. Doch bei dem, was gezeigt wurde, sollte das Publikum sagen: Ja, so kann es tatsächlich gewesen sein.
Die Filmreihe ist eine Form, mit der das Theater Eisleben unter der Moderation des Filmpublizisten Klaus-Dieter Felsmann den gedanklichen Austausch mit seinem Publikum über Vergangenes, Gegenwärtiges und Zukünftiges sucht.
Weitere Kinotermine in dieser Spielzeit:
Do, 16.10.2025 „Bankett für Achilles“, Re: Roland Gräf (1975)
Do, 20.11.2025 „Für die Liebe noch zu mager?“, Re: Bernhard Stephan (1973)
Do. 18.12.2025 „Das kalte Herz“. Re: Paul Verhoeven (1950)
Do, 15.01.2026 „Spur der Steine“, Re. Frank Beyer (1966)
Do. 12.02.2026 „Die Fahne von Kriwoj Rog“ Re. Kurt Maetzig (1967)
Do. 19.03.2026 „Dach überm Kopf“ Re. Ulrich Thein (1980)
Do, 21.05.2026 „Zwei schräge Vögel“, Re: Erwin Stranka (1989)
Mit Einführungen von Klaus-Dieter Felsmann