Kino im Theater: Bankett für Achilles
Ein Blick zurück und zwei nach vorn – Mit DEFA-Filmen auf Spurensuche
Roland Gräf lässt 1975 in seinem Film „Bankett für Achilles“ den Helden über seine Lebensbilanz anlässlich des Abschieds vom Arbeitsleben im Chemiekombinat Bitterfeld nachdenken. Damit verbunden sind nicht nur interessante Bilder vergangener Industriestrukturen. Wesentlich erscheinen in erster Linie existenzielle Fragen, die bis heute nichts von ihrer Brisanz verloren haben.
Weitere Details zum Film finden Sie hier in der Datenbank der DEFA-Stiftung.
Unser Gastronom Manuel Wirth bereitet für die Kino-Abende eine besondere kulinarische Begleitung zu.
Zu diesem Termin kommt auf den Tisch: "Soljanka Theatrowa" – Fruchtig, Feinsauer und Fleischig mit Zitrone und Smetana
Zur Filmreihe:
Erinnerung an vergangene Zeiten hilft uns, in der Gegenwart neue Handlungsspielräume zu eröffnen. Denn die Auseinandersetzung mit dem Vergangenen lässt den Sinn des Heutigen besser verstehen. Doch unser subjektives Wissen um das Früher ist durch spätere Erfahrung vielfach gebrochen. Von daher erscheint es oftmals ausgesprochen erhellend und anregend, sich mit originalen Zeugnissen erinnerter Zeit zu befassen.
Dafür bilden mit Blick auf das Leben in der DDR seinerzeitige DEFA-Spielfilme einen guten Anknüpfungspunkt. Die Filmemacher versuchten, in ihren Geschichten Ausschnitte des gesellschaftlichen Lebens authentisch darzustellen und über Fiktion eine neue, oft auch kritische und spannungsreiche Dimension gegenüber der Realität zu schaffen. Dabei konnten nicht alle Themen angesprochen werden. Doch bei dem, was gezeigt wurde, sollte das Publikum sagen: Ja, so kann es tatsächlich gewesen sein.
Die Filmreihe ist eine Form, mit der das Theater Eisleben unter der Moderation des Filmpublizisten Klaus-Dieter Felsmann den gedanklichen Austausch mit seinem Publikum über Vergangenes, Gegenwärtiges und Zukünftiges sucht.
Weitere Kinotermine in dieser Spielzeit:
Do, 20.11.2025 „Für die Liebe noch zu mager?“, Re: Bernhard Stephan (1973)
Do, 18.12.2025 „Das kalte Herz“, Re: Paul Verhoeven (1950)
Do, 15.01.2026 „Spur der Steine“, Re. Frank Beyer (1966)
Do, 12.02.2026 „Die Fahne von Kriwoj Rog“, Re. Kurt Maetzig (1967)
Do, 19.03.2026 „Dach überm Kopf“, Re: Ulrich Thein (1980)
Do, 16.04.2026 „Der geteilte Himmel“, Re. Konrad Wolf (1964)
Do, 21.05.2026 „Zwei schräge Vögel“, Re: Erwin Stranka (1989)
Mit Einführungen von Klaus-Dieter Felsmann
Diese Vorstellung liegt in der Vergangenheit
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