Der zerbrochne Krug

Große Bühne

Lustspiel von Heinrich von Kleist

In Huisum ist Gerichtstag. Zur Verhandlung kommt der Fall eines zu Bruch gegangenen Kruges, Geschädigte und Klägerin ist Marthe Rull. Unter Verdacht stehen Ruprecht, der Verlobte von Marthes Tochter Eve, und der Flickschuster Leberecht. Für den scheinbar unfehlbaren Richter Adam steht fest, einer von beiden muss es gewesen sein. Doch mit zunehmender Dauer wird der Prozess immer absurder und droht völlig ins Nebulöse abzudriften, ist der Ankläger doch gleichzeitig Angeklagter. Die Einzige, die Licht ins Dunkel bringen könnte, ist Eve, die aber schweigt beharrlich. So entwickelt sich die Verhandlung zu einem amüsanten Spiel aus Täuschung und Verwirrung, Lüge und Ungerechtigkeit.

Kleists 1803 im Rahmen eines Dichterwettstreits entstandene und von Goethe in Weimar uraufgeführte Satire wirft einen scharfen Blick auf die Fragilität der Justiz, die mit ihren Verfahrensregeln und wohldefinierten Begrifflichkeiten besonders anfällig für Eigennutz, Machtmissbrauch und Willkür zu sein scheint.

Regie: Andrea Pinkowski

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Besetzung

Karl Neukauf

Musik / Komposition

Sofia Seta

Choreografie

Friederike Fink

Gerichtsrat Walter

Christopher Wartig

Adam, Dorfrichter

Marcel Frank

Licht, Schreiber

Annette Baldin

Marthe Rull / Magd

Vivian Micksch

Eve Rull

Julius Böhning

Ruprecht

Nele Ahrens

Ausstattung

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