Premiere

"Vor Sonnenaufgang"

von Ewald Palmetshofer nach Gerhart Hauptmann

„Ich weiß nicht, was das Problem ist, aber du hast bestimmt recht.“

Thomas Hoffmann, eingeheirateter Firmenchef

 

Alles steht eigentlich unter einem guten Stern. Der Schwiegersohn hat die Geschäfte auf Vordermann gebracht und die Lokalpolitik auf seine Seite. Ein Stammhalter ist unterwegs und die Familie, zumindest vorerst, wieder zusammen: Seniorchef Egon Krause mit seiner zweiten Frau Annemarie, die allzeit Bereite und Tüchtige, Thomas Hoffmann, der zukunftsorientierte Schwiegersohn, die schwangere Martha, ihre eigenständige, noch ungeliebte, extra angereiste Schwester Helene. Und zu aller Überraschung bettet sich Alfred Loth, ein Studienfreund von Thomas, bei der Familie, konkreter bei Helene, ein. Zumindest vorübergehend.

Es steht also eine Geburt ins Haus. Der Anbau für die Großeltern ist im Gange, die Kinderzimmereinrichtung für den Nachwuchs gekauft, die Hausgeburt vorbereitet und der Arzt ist bestellt. Gäbe es da nicht die kleinen Schwächen, die das Bild weniger rosig erscheinen lassen, wären da nicht die Familiengeheimnisse, die Vergangenheit, die sich belastend über das Idyll legt. Ja es wird zerfallen, noch vor Sonnenaufgang.

 

Es ist eines der Werke mit „Die Weber“ von Gerhart Hauptmann, die sich als einzige in der deutschen Literaturgeschichte „Soziales Drama“ nennen: Der Mensch ist geprägt und begrenzt durch die historischen Umstände, sein familiäres und soziales Umfeld. Sonja Wassermann inszeniert nach dem Erfolg von u.a. „Die Räuber“ und „Der geteilte Himmel“ das Theaterstück von Ewald Palmetshofer nach Gerhart Hauptmann für die Große Bühne, die von Eckhard Reschat ausstaffiert wird. Dieser kam über die Plakatgrafik zum Theater und man kann ein ausdrucksstarkes Bühnenbild erwarten   .

 

Theaterkarten gibt es noch für die Premiere am 5. März 2022 .

 

Weitere Vorstellungen:

Samstag, 12. März 2022, 19.30 Uhr auf der Großen Bühne

Samstag, 9. April 2022, 19.30 Uhr auf der Großen Bühne

Freitag, 29. April 2022, 19.30 Uhr auf der Großen Bühne

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