Literaturwoche 2026
Vom 22. bis 28. März 2026 lädt das Theater Eisleben zu seiner ersten Literaturwoche Zwischen den Rollen ein.
Was passiert, wenn Rollen nicht mehr passen? Wenn Erwartungen brüchig werden, Zuschreibungen ins Wanken geraten und Menschen beginnen, sich neu zu erzählen? Die Literaturwoche Zwischen den Rollen lädt dazu ein, genau diese Zwischenräume zu erkunden – dort, wo Identität verhandelt wird und Gewissheiten unscharf werden. In Theateraufführungen, Lesungen, Filmabenden und Gesprächen begegnen uns Figuren, die mehrere Rollen zugleich tragen, an ihnen scheitern oder sich ihnen bewusst entziehen. Ein Richter wird zum Angeklagten, Freiheit zur Aufgabe, Rebellion zur Erinnerung. Junge Menschen stehen zwischen Leistungsdruck und Selbstbild, zwischen gesellschaftlichen Erwartungen und eigenen Wünschen. Digitale und reale Rollen geraten durcheinander, familiäre Muster brechen auf, neue Ausdrucksformen entstehen. Die Woche verbindet klassische Texte mit zeitgenössischer Literatur, politische Essays mit Popgeschichte, Klassenzimmerstücke mit Kino im Anschluss und die Kunst des Poetry Slams. Immer geht es um die Frage: Welche Rollen werden uns zugeschrieben – und welche nehmen wir uns selbst? Publikumsdiskussionen öffnen den Raum für Austausch und Widerspruch. Denn Rollen sind nie festgeschrieben. Sie werden gespielt, befragt, verworfen und neu erfunden. Zwischen den Rollen ist eine Einladung zum Hinsehen, Zuhören und Mitdenken – und zum Aushalten des Dazwischen.
Termine:
- So, 22. März, 16:00 Uhr: „Der zerbrochne Krug“, Große Bühne
- Di, 24. März, 19:30 Uhr: Lesung von Marko Martin, „Freiheitsaufgaben“, Foyerbühne
- Mi, 25. März, 19:30 Uhr: „Rio Reiser: Der Traum ist aus, aber….“, Große Bühne
- Do, 26 März, 19:30 Uhr: „Nachts sind alle Katzen blau - Lesung und Spoken Word Performance von Josephine von Blueten Staub“
- Fr., 27. März:
18:00 Uhr: „Schwalbenkönig“, Foyerbühne
19:30 Uhr: Kino im Theater „Billy Elliot -I will dance!“, Foyerbühne
21:15 Uhr: Kino im Theater „All of Us Strangers“, Foyerbühne - Sa, 28. März, 18:00 Uhr: Ein Abend des Poetry-Slams, Foyerbühne